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Lie Detectors gewinnt 2018 EU Digital Skills Award im Bereich Bildung

 

Unser Auftrag

In einer Welt, die zunehmend von Propaganda und verzerrten Fakten im Internet geprägt ist, setzt sich das Nachrichtenkompetenzprojekt Lie Detectors für diese Ziele ein:

  • Wir bilden Schulkinder im Alter von 10 bis 15 Jahren in Europa zu kompetenten Lügendetektoren und kritischen Denkern heran und vermitteln ihnen die notwendigen Kompetenzen, damit sie Nachrichtenmedien und die stetig wachsende Zahl sozialer Medien besser verstehen, Desinformation erkennen und informierte Entscheidungen treffen können.
  • Wir machen Journalisten in Europa zu aktiven Teilnehmern bei der Vermittlung von Nachrichtenkompetenz und stellen positive Kontakte zwischen Journalisten und Kindern sowie ihren Lehrern her.
  • Wir sensibilisieren Lehrer für die Risiken der digitalen Medien und entwickeln und fördern ihr Interesse an Unterrichtsmodulen zur Vermittlung von Nachrichtenkompetenz.
  • Wir schaffen nachhaltige Unterrichtserlebnisse und ein vertieftes Bewusstsein für die Teilnahme an sozialen Netzwerken, um so eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit Themen des Nachrichtenkonsums und der Überprüfung von Nachrichten anzustoßen.
  • Wir vernetzen europaweit Schulen mit den besten Projekten zur Nachrichtenkompetenz und überprüfung.
  • Wir ermutigen die Bildungspolitik durch fortlaufende öffentliche Vorträge in solchen Foren, die sich für die systematische Aufnahme und Einbeziehung von Nachrichtenkompetenz in die Lehrpläne an pädagogischen Hochschulen und Schulen in ganz Europa einsetzen, wie von der UNESCO und der OECD gefordert. Als Teil dieses Auftrags ist Lie Detectors Mitglied diverser beratenden Expertengremien, mitunter der High Level Expert Group on Fake News, die die Europäische Kommission bei der Bekämpfung der Verbreitung von Desinformation berät.

Der Sinn dahinter

LIE DETECTORS ist eine gemeinnützige Organisation, die Kindern und Jugendlichen dabei hilft, manipulative Informationen, die deren Instagram-, Snapchat-, YouTube und WhatsApp-Konten zunehmend bevölkern, besser zu erkennen und einzuschätzen. Dies geschieht in einer Lebensphase, in der sie dabei sind, die Fundamente ihrer eigenen, unabhängigen Sicht auf die Welt zu bilden.

Im direkten Kontakt mit Journalisten ermutigen wir sie, über den Unterschied zwischen Tatsache, Meinung, Irrtum und Fälschung nachzudenken.

Desinformation und das so genannte „Fake News“-Phänomen erschaffen eine verwirrende, und oft erschreckende Welt für Menschen jeden Alters. Oft werden ihnen dabei Sichtweisen aufgedrängt, ohne dass sie die Absichten der jeweiligen Verfasser verstehen.

LIE DETECTORS hat kein Interesse daran, jungen Menschen zu sagen, was sie denken sollen. Wir wollen sie vielmehr ermutigen, aufgrund zuverlässiger Informationen eigene Entscheidungen zu treffen und bewusst auf einseitige Berichterstattung und Meinungsmache zu achten.

Auf der ganzen Welt bringt man Kindern bei, keine Süßigkeiten von Fremden anzunehmen. In Zeiten der Informationsflut benötigen sie eine entsprechende Nachrichtenkompetenz, damit sie nicht alles „schlucken“, was man ihnen vorsetzt.

Wie und wo wir arbeiten

Lie Detectors arbeitet mit professionellen Journalisten aus anerkannten Fachmedien und mit Absolventen anerkannter Journalistenschulen, schult sie mit einem von Kindern, Pädagogen und Psychologen ausgearbeiteten Konzept und, verbindet sie mit Schulen und setzt sie dann ohne Kosten für die Schulen im Unterricht ein. Zur Zeit* sind wir mit 200 Journalisten in Belgien, Oesterreich und Deutschland aktiv.

Professionelle Journalisten unterrichten die 90-minütigen Veranstaltungen in Anwesenheit eines Lehrers und bieten auf Wunsch auch Nachfolgematerial an.

Die interaktiven Module beinhalten einen Überblick über verschiedene Arten von Falschmeldungen, stellen Methoden zum Testen auf Falschinformationen vor, und beleuchten die politischen Hintergründe des „Fake News“-Phänomens.

In Modulen, die auf die jeweilige Altersgruppe zugeschnitten sind, werden die Kinder dazu ermutigt, zu erkunden, wie und warum das Fake News Phänomen funktioniert; aber auch, wie die Mainstream-Medien ihre Nachrichten streckenweise zielgruppenorientiert auswählen und so ein oft unvollständiges Bild der Realität vermitteln.

Hausaufgaben und Folgematerial (bei Bedarf) versetzen die Kinder in die Lage, ein vertieftes Verständnis für Quellenprüfung und einseitige Berichterstattung zu entwickeln. Unsere Klassenbesuche und das Folgematerial sind kostenlos; das Ziel, eine grosse Auswahl von Schulen erreichen zu können.

Das internationale Interesse an dem Projekt ist groß. Lie Detectors hat sein Projekt in einer ersten Phase Gesetzgebern, Politikern, Journalisten, Lehrern und auch einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt, und hat mit Schülern, Lehrern und Journalisten die interaktiven Module entwickelt und optimiert.

Der Auftrag von Lie Detectors ist europaweit, wobei die Module so gestaltet sind, dass sie leicht von einer Sprache und einer Medienlandschaft in eine andere übersetzt werden können. Den Anfang machen wir in Belgien, Deutschland und Oesterreich und planen, unsere Initiative sukzessive auf weitere Länder auszudehnen. Derzeit werden unter anderem die Schweiz, Niederlande und Polen erwogen.

Unser langfristiges Ziel ist es, Journalisten und Schulen europaweit zu vernetzen, um so einen nachhaltigen (und grenzüberschreitenden) Austausch aller relevanten Akteure im Bereich Nachrichtenkompetenz zu ermöglichen.

Gleichzeitig bietet unsere Initiative den Journalisten eine willkommene Gelegenheit, sich einmal von ihren Bildschirmen zu entfernen, ihr Wissen im wirklichen Leben anzuwenden und sich mit ihren Lesern und Zuschauern auszutauschen.

 

*Dezember 2019

  • „Gut, dass ich dies jetzt und nicht erst später lerne, weil wir die sozialen Medien viel nutzen und es wichtig ist, dies zu wissen.“ 10-jähriger Schüler, Norwegische Schule, Waterloo, Belgien

  • „Das war megageil und war mal ne Abwechslung.“ Fünftklässler, Grundschule am Koppensplatz, Berlin

  • „Das Beste war, etwas über das Leben eines Journalisten zu erfahren, was dieses Thema wirklich interessant und real machte.“ 14-jähriger Schüler, Europaschule, Brüssel, Belgien

  • „Tage nach der Präsentation reden die Kinder noch immer über die Dinge, die sie während Ihres Besuchs gelernt haben.“ Lehrer einer 5. Klasse, St. John’s International School, Waterloo, Belgien

  • „Ich habe meine Nachrichtengewohnheiten aufgrund unseres Gesprächs geändert, da mir bewusst wurde, eher einseitige Medien zu konsumieren und mich nicht mit anderen Meinungen zu befassen. Ich habe jetzt einen ausgewogeneren Nachrichtenansatz.“ Religionslehrer, Europaschule Brüssel, Belgien

  • „Die Lie Detectors-Veranstaltungen haben uns dazu bewogen, das Leitbild unserer Schule zu ergänzen: dass es heute eines unserer Ziele sein muss, eine Gemeinschaft von kritischen Denkern zu fördern, die andere Standpunkte respektieren und ihnen mit einem neugierigen Geist begegnen.“ David Ian Bogaerts, Rektor, Bogaerts International School, Brüssel, Belgien

  • „Das Unterrichtskonzept überzeugt mich, weil es nicht nur über Falschmeldungen spricht, sondern auch Schwächen von uns Journalisten ehrlich anspricht. Das Konzept ist ein gutes Geländer, das einem Sicherheit gibt, auch wenn man noch nie vor einer Klasse stand. Ich habe mindestens so viel von den Kindern gelernt wie sie (hoffentlich) von mir.“ Sven Knobloch, Freier TV-Journalist für MDR, Medienwissenschaftler Uni Leipzig

  • „Das Lie Detectors-Konzept funktioniert wirklich gut und die Intelligenz der Kinder ist einfach faszinierend.“ Sophie Albers Ben Chamo, Europäisches Zentrum für Presse- und Medienfreiheit, ehemalige Journalistin beim Stern und Spiegel

  • „Was wir in den Klassen mit den Kindern besprechen, macht einfach Sinn.“ Lutz Kinkel, Leiter des Europäischen Zentrums für Presse- und Medienfreiheit

Warum Lie Detectors?

Schulen, Journalisten, philanthropische Stiftungen und politische Entscheidungsträger haben alle ihr großes Interesse am Lie Detectors-Pilotprogramm zum Ausdruck gebracht.

Das Feedback von mehr als 500 Kindern, ihren Lehrern und den Gastjournalisten hat die folgenden Trends aufgezeigt und die Notwendigkeit des Lie Detectors-Ansatzes verdeutlicht.

PROBLEMSTELLUNGEN:

  • Medienkonsum: Ein Großteil von 10- und 11-Jährigen nutzt soziale Medien. Ältere Kinder berichten, eigeninitiativ entsprechende News-Posts mit anderen geteilt zu haben.
  • Zugang: 5-15 % der jüngeren Kinder berichten, vorgegebene Altersbeschränkungen bei den sozialen Medien zu unterlaufen.
  • Verunsicherung: Selbst Schüler mit Vorkenntnissen und/oder aus „medienkompetenten“ Familien verwechseln gefälschte Nachrichten mit echten.
  • Pädagogische Kommunikationslücke: 50 % der Lehrer sind seltener in den sozialen Medien unterwegs als ihre Schüler und dementsprechend weniger vertraut mit deren Terminologie und deren technischen Möglichkeiten.
  • Schockwert: Ältere Kinder streiten sich routinemäßig über gemeinsam „geteilte“ Social Media-Posts. Manche geben zu, kontroverse Inhalte nur zu veröffentlichen, um entsprechende Reaktionen zu provozieren.

LÖSUNGSANSAETZE

  • 95 % der erreichten Kinder beurteilen unsere Veranstaltungen als hilfreich und angemessen.
  • 70 % sind daran interessiert, dem Thema mehr Unterrichtszeit zu widmen.
  • Sobald sie sich näher mit dem Thema befassen können, können Kinder in 100% der besuchten Klassen Geld und Verleumdung als mögliche Motive für die Veröffentlichung von Falschinformationen nennen.
  • In 100 % der besuchten Klassen haben die Kinder selbst Spiele und Aktivitäten zur Förderung der Medienkompetenz vorgeschlagen.
  • 100 % der mit Lie Detectors kooperierenden Lehrer beurteilen die Veranstaltungen als hilfreich.
  • 100 % der Lehrer wünschen sich vertiefende Informationen sowie weitere Hinweise auf Medienkompetenz-Tutorials, die für unterschiedliche Altersstufen im Unterricht einsetzbar sind.
  • 75 % aller erreichten Lehrer haben nach unserem Besuch ein größeres Interesse am Thema Falschnachrichten und Medienkompetenz als vorher; und etliche wollen jetzt das Thema eigeninitiativ anhand weiterer Aufgaben und Diskussionen im Unterricht fortsetzen.
  • Transnationale Wirksamkeit: Lie Detectors hat sein Konzept erfolgreich ins Englische, Deutsche und Französische übersetzt und gleichwertige Ergebnisse von Kindern aus mehr als einem Dutzend Herkunftsländern erhalten.

Der Lie Detectors Ansatz

Lie Detectors ist politisch neutral, unabhängig und lässt sich über kulturelle und national Kontexte hinweg einsetzen.

Wir erhalten keine Geldmittel von Unternehmen, Internetplattformen oder Regierungen.

Unser Ziel ist es, ehrliche Gespräche zwischen der Zivilgesellschaft (Schüler, Lehrer, Eltern) und Journalisten zu ermöglichen. Gleichzeitig wollen wir bestehende europäische Medienkompetenzinitiativen besser vernetzen und die besten Ansätze für den Unterricht fruchtbar machen.

Der Erfolg von Lie Detectors will daran gemessen werden, wie nachhaltig wir Schülern dabei helfen, Meinungsmache aktiv zu erkennen sowie Entscheidungen auf der Grundlage zuverlässiger Informationen zu treffen. Gleichzeitig wollen wir Lehrer erfolgreich dazu ermutigen, das Thema Medienkompetenz in den täglichen Unterricht einfließen zu lassen. Wir messen unseren Erfolg auch daran, wieviele Schulen uns mehrfach einladen, und wie gut wir über verschiedene Länder, Sprachen und Kulturen hinweg arbeiten. Im Dezember 2019 hatten wir 200 Journalisten angelernt.

WER WIR SIND:

JULIANE VON REPPERT-BISMARCK

Gründerin und Leiterin

Juliane schuf das Projekt Lie Detectors und leitet seine Aktivitäten, Partnerschaften und Strategie. Sie leitet die Interessenvertretung der Organisation zur nachhaltigen Bekämpfung der digitalen Desinformation und Radikalisierung und berät Entscheidungsträger auf nationaler und europäischer Ebene, mitunter als Mitglied der „High-Level Expert Group on Fake News“ und des EU Expertengremiums für Medienkompetenz. Juliane entwarf Lie Detectors‘ Konzept, Skripte und Trainingsmodell und wurde dafür mehrfach anerkannt. Mit der Gründung von Lie Detectors legte Juliane eine mehrfach ausgezeichnete Journalistenlaufbahn zur Seite, in der sie u.a. für das Wall Street Journal, Newsweek, Reuters, MLex und Spiegel Online berichtete und redigierte. Sie ist Absolventin der Journalistenschule der Columbia University in New York und spricht neben Deutsch Englisch, Spanisch und Französisch.

JESSICA VAN ZINNICQ BERGMANN

Assistant to the CEO

Jessica unterstützt den CEO bei der Bearbeitung projektübergreifender Aufgaben und Themen sowie deren Umsetzung. Nach ihrem Studium der Betriebswirtschaftslehre und einer mehrjährigen Tätigkeit in dem Wirtschaftssektor, absolvierte Jessica einen Masters-Abschluss in Criminology and Law an der University of Maastricht und entschloss sich anschließend, einen neuen Karriereweg im gemeinnützigen Sektor anzustreben.

ADELINE BRION

Amtierende Projektdirektorin – Programmbeauftragte, Belgien

Adeline unterstützt Lie Detectors Train-the-Trainer Workshops und Schulbesuche in Belgien, vertritt die Organisation auf Fachkonferenzen und behält die belgische Medienkompetenzdebatte im Auge. Sie ist eine erfahrene und leidenschaftliche Non-Profit-Projektarbeiterin und Absolventin zweier Masterstudiengänge (Literatur und Kommunikation, Université Libre de Bruxelles und Vrije Universiteit Brussel). Als gebürtige Brüsselerin spricht sie englisch, französisch und niederländisch.

NELE BAUWENS

Projekt Assistentin

Nele unterstützt bei der Organisation von Journalisten-Workshops und Koordination von Schulbesuchen in Belgien. Sie ist in Gent aufgewachsen und spricht Niederländisch, Englisch, Französisch und Deutsch. Nele ist Absolventin der Gent University (Literature und Conflict and Development). Wahrend ihres Studiums hat sie an einem Projekt zum Citizen Journalism gearbeitet. Vor ihrem Eintritt bei Lie Detectors war sie mehrere Jahre in der Privatwirtschaft tätig.

CHARLOTTE CARNEHL

Programmdirektorin, Deutschland

Charlotte setzt die Aktivitäten von Lie Detectors in Deutschland um und verwaltet den Ausbau des Programms innerhalb des Landes. Sie hat mehrjährige Erfahrung im Non-Profit-Management und arbeitete zuletzt für Organisationen der Robert Bosch Stiftung. Als Politikwissenschaftlerin interessiert sich Charlotte insbesondere für die politische Wirkung von Desinformation. Sie ist Absolventin der University of Massachusetts, unterrichtet Non-Profit-Management an der Universität Hamburg und ist Fulbright-Alumna.

MARGIT LANGENBEIN

Programmassistentin, Deutschland

Margit unterstützt die Programmdirektorin in Deutschland bei der Ausweitung des Projekts bundesweit. Sie koordiniert die Klassenbesuche und die Workshops für Journalisten und steht in engem Kontakt mit Schulen und Journalisten. Durch mehrjährige Erfahrung im Event Management und in einer großen deutschen Nachrichtenagentur besitzt sie eingehende Kenntnisse zum Projektmanagement und der Arbeit von Journalisten. Margit hat ihr Studium an der Universität Hamburg abgeschlossen.

MAXIME-ROBERT GREWE

Werkstudent, Deutschland

Maxime unterstützt Lie Detectors Deutschland bei allen anfallenden Aufgaben. Zurzeit absolviert er seinen Master in Medienkulturanalyse. Während seines Studiums in Deutschland und Slowenien hat er sich besonders mit dem Thema Kommunikation auseinandergesetzt. Besonders seit seinem Studienaufenthalt in Belgien interessiert er sich für den kritischen Umgang mit Medien und Meinungsmache. Neben deutsch spricht er englisch, französisch und serbisch.

ANN-KATHRIN HORN

Journalistin & freie Netzwerkkoordinatorin für Lie Detectors, Köln

Ann-Kathrin arbeitet als freiberufliche Nachrichtenjournalistin für öffentlich-rechtliche Rundfunkprogramme. Seit einem Studienaufenthalt in den USA beschäftigt sie das Thema Medienqualität und -ethik. Sie hat Workshops und Unterrichtsbesuche zum Thema Journalismus und Nachrichtenauswahl organisiert und lernte Lie Detectors auf einer Konferenz kennen. Sie hat das Lie Detectors Netzwerk zwischen Schulen und Journalisten in Köln aufgebaut und begleitet es seitdem organisatorisch mit.

JOCHEN SPANGENBERG

Medienexperte, freier Berater & Moderator, Berlin

Jochen Spangenberg arbeitet für die Deutsche Welle im Bereich Forschungs- und Kooperationsprojekte. Neben der Koordination und Management des Bereiches ist er inhaltlich an unterschiedlichen Projekten und Aktivitäten rund um das Thema Verifizierung digitaler Inhalte beteiligt. Dazu gehören unter anderem die europäischen Forschungsprojekten REVEAL, InVID und WeVerify, Entwicklung und Betrieb der kollaborativen Verifizierungsplattform Truly.Media; Advisory Board Mitglied des European Observatory against Disinformation SOMA uvm. Zuvor war er in leitender Position bei der Altus Media AG sowie der BBC im Bereich News & Current Affairs tätig. Jochen unterrichtet zusätzlich als Lehrbeauftragter an der FU Berlin, spricht häufig auf Konferenzen und moderiert Veranstaltungen rund um das Themenfeld digitale Medien. Er ist Autor des Buches The BBC in Transition und mehrerer Fachartikel. Seit Anfang 2018 unterstützt Jochen Lie Detectors aktiv durch von ihm durchgeführte Schulbesuche, strategische Beratung und das Abhalten von Journalisten-Workshops, um diese wiederum auf Klassenbesuche vorzubereiten.

WILFRIED RÜTTEN

Medienexperte und Berater

Wilfried steht Lie Detectors als freier Berater und Gründungsmitglied mit Wort und Tat zur Seite. Als ehemaliger Leiter des European Journalism Centre hat er Erfahrung von Verifizierungsinitiativen und Kenntnisse diverser Medienlandschaften. Vorher arbeitete er als TV-Redakteur für Wirtschaft und Politik bei der Deutschen Welle und als Programmentwickler und Executive Producer bei RTL. An der Fachhochschule Salzburg war er Professor und „Head of School“ für den Studiengang Digitales Fernsehen.

TIM DOMBROWSKI

Journalist, Medienbildungsexperte & Netzwerkkoordinator für Lie Detectors, Wien

Tim organisiert das Lie Detectors Netzwerk zwischen Schulen und Journalisten in Wien. Er gründete und leitet den Medienbildungs- Verein „Digitaler Kompass“, der sich in Österreich für die Vermittlung von Nachrichtenkompetenz einsetzt. Er spezialisierte sich in seinem Studium der Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien auf Medienethik und schrieb seine Abschlussarbeit an der Üniversitesi in Istanbul über kulturelle Einflussfaktoren auf den Qualitätsjournalismus. Zudem konnte er sich innerhalb von zwei Jahren in der Marketingabteilung von „der Standard“ ein Bild über die wirtschaftlichen Bedingungen in der Medienproduktion machen und arbeitet als freier Journalist in Wien.

THOMAS PRAGER

Journalist, Medienbildungsexperte & freier Netzwerkkoordinator für Lie Detectors, Wien

Thomas arbeitet als freier Journalist für verschiedene Medien (wie profil, RegionalMedien Austria und Michael Müller Verlag) in Wien. Bei seiner Magisterarbeit in Publizistik und Kommunikationswissenschaft setzte er sich mit Lösungsmöglichkeiten gegen die ansteigende Desinformation im Netz auseinander. Im Zuge dessen gründete Thomas den Medienbildungs-Verein „Digitaler Kompass“. Er entwickelt und hält Nachrichtenkompetenz Workshops für SchülerInnen, LehrerInnen und Erwachsene. Gemeinsam mit Tim organisiert er das Lie Detectors Netzwerk zwischen Journalisten und Schulen in Wien.

LIE DETECTORS wird durch die Wyss Stiftung finanziert und von der König-Baudouin-Stiftung akkreditiert. Zu unseren Partnerorganisationen gehören das Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (Leipzig), Digitaler Kompass (Wien) und EAVI Media Literacy for Citizenship (Belgien).

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Lie Detectors verschickt ab Januar Journalisten in Schulen in Belgien, Deutschland und in Österreich. Um eine Unterrichtsstunde in Ihrer Nähe anzufordern, wenden Sie sich bitte an: info@lie-detectors.org